“Changing Channels“, Kanal wechseln – so heißt die aktuelle Ausstellung im MUMOK, wo mein Freund und ich heute waren. Ehrlich gesagt waren wir beide ziemlich enttäuscht. Wir hatten uns mehr von einer Ausstellung mit diesem Thema erwartet – vor allem vom Museum “moderner Kunst”. Stattdessen behandelte die Ausstellung lediglich den Zeitraum um 1970. Trotz des kleinen Zeitrahmens wirkte alles wie eine wahllos chaotische Anordnung von Fernsehern mit Filmen in Endlosschleife – wie man es bei Ausstellungen kennt. Das wird spätestens nach zwei Fernsehern so anstrengend, dass man nur noch das Fiepen der alten Fernseher hört und “schreiend” wegläuft ermattet aufgibt.
Ich hätte mir erwartet, dass die Ausstellung die Standpunkte der verschiedenen KünstlerInnen etwas offensichtlicher zeigt und dass klarer wird, wer die HauptvertreterInnen waren. Vielleicht sind wir, geschockt von der Masse an Fernsehern, auch wirklich einfach nur zu blind durchgegangen. Sehr schade fand ich, dass es nicht mehr “eingerichtete Räume” (siehe Foto) gab. Zwei Stück. Ein Sessel. Sonst drei Stockwerke voller Fernseher, groß und klein. Mit und ohne Ton. Ich habe vor allem die Möglichkeit vermisst, Programme von Anfang an zu schauen. Das ist bei 30 Minuten nervig.
Fazit: Uns hat die Ausstellung so ausgelaugt, dass wir uns “Bilder über Bilder” nicht mehr anschauen konnten. Da der Eintritt aber für Schüler und Studenten kostenlos ist, werden wir uns diese Ausstellung auch noch anschauen.

mhm, komisch. es wirkt eigentlich ganz gut…
Ja, das dachten wir uns auch und deswegen wollte ich ja auch unbedingt hin. Aber wie gesagt – für uns war es nicht. Das ist natürlich subjektiv. Ich bin kein Fan vom Fernsehen, schaue auch so selten Filme ;)
Hier ist ein Artikel zur Ausstellung vom Standard.
ohje furchtbar. Reizüberflutung pur.
leider.. ich hätte mir einfach mehr so “Wohnzimmer” erwartet. Für mich gehört das dazu. Es gibt nicht nur Fernseher, Fernsehprogramme, 70er-Jahre Revolte, sondern eben auch die Leute, die davor sitzen in ihren unterschiedlichen und doch gleichen Wohnzimmern. Vielleicht hätte das den Rahmen gesprengt, oder die Kosten .. aber es war bzw. ist wohl nicht Ziel der Ausstellung gewesen darauf direkt einzugehen .. .